Septemberreise – Tag 1

Ein kühler Morgen dämmert herauf. Es ist nicht mehr Sommer und noch nicht Herbst. Feierlich stille Straßen, am Bahnhof ein bisschen Leben, die Bäckerei ist geöffnet, es gibt Kaffee und Brezeln. Der Regionalzug steht schon bereit und zockelt pünktlich los. Nebelfetzen über den Wiesen. Umsteigen in der großen Stadt in den Zug, der uns auf die andere Seite der Berge bringen wird. Der Zug ist brechend voll, Reisende granteln einander an, schieben voluminöse Koffer durch die Gänge und streiten darüber, wer wem aus dem Weg zu gehen hat. Es geht los. Draußen Nieselregen. Pfützen auf den Wiesen. Dramatisch dunkle Wolken und Nebelfetzen, die durch die Täler wabern. An der Grenze steigt die Schulklasse aus, von hier an wird es allmählich leerer. Der Zug schraubt sich die Berge hinauf und wieder hinunter und auf der anderen Seite zeigt sich gelegentlich die Sonne.
Ankommen, Aussteigen, Hotel finden, und los, die Stadt erkunden. Auf der Piazza nieselregnet es wieder. Aber es ist ein freundlicher, warmer Sommernieselregen.