Rezept statt Gespräch: Läuft da etwas falsch in diesem Land?

In Deutschland erhalten Patienten von ihren Hausärzten häufig Rezepte für Medikamente, deren Wirksamkeit nicht bewiesen ist. Die Konsultationen sind im internationalen Vergleich zwar häufiger, aber kürzer. Dadurch bleibt oft wenig Zeit für ausführliche Gespräche. Ursächlich hierfür scheint das Vergütungssystem zu sein. Hierüber habe ich einen Artikel für die „Zeitschrift für Allgemeinmedizin“ verfasst.

Brauchen wir ein hausarztzentriertes Versorgungssystem?

Das deutsche Gesundheitssystem befindet sich im Umbruch. Zurzeit sind sich alle politischen Parteien einig darüber, die Position des Hausarztes stärken zu wollen.
Die Diskussion darüber, ob ein Versorgungssystem, in welchem Hausärzte eine herausragende Stelle einnehmen, wirklich „besser“ ist als ein facharztzentriertes System, gewinnt zunehmend an Brisanz.
In der Vergangenheit wurde schon mehrfach die Hypothese auf- gestellt, dass ein solches System effizient, bei Patienten beliebt und dazu noch kostengünstig sei.

„The Street of Shame” – Private Medizin in Großbritannien

Private Medizin in Großbritannien – Artikel von mir in der „Zeitschrift für Allgemeinmedizin“:

Medizin in Großbritannien – das ist zunächst einmal der staatliche Gesundheitsdienst: der National Health Service (NHS). Der NHS ist eine riesengroße, aus allgemeinen Steuergeldern finanzierte Organisation. In einer ganz groben Vereinfachung könnte man ihn auch als die einzige, allumfassende Krankenkasse des Vereinigten Königreiches bezeichnen. (…)
Das Gegenstück zum NHS ist der „Private Sektor“. Dieser ist eine eigene Welt für sich. Denkt man beim NHS an schäbige Krankenhausflure, überfüllte Wartezimmer mit durchgesessenen Plastikstühlen und genervtes, überarbeitetes Personal mit Ringen unter den Augen, so ist ein privates Krankenhaus eher eine Art Luxushotel mit dicken Teppichen, tiefen Ledersesseln und freundlichen Angestellten, die nicht zuletzt für ihr Lächeln bezahlt werden. Jeder hat das Recht, sich in einer solchen Privatklinik behandeln zu lassen – sofern er es sich leisten kann. Privatversicherungen sind immer „Zusatzversicherungen“, da die Patienten ja nach wie vor Anspruch auf NHS-Leistungen haben.

Im „Land of Hope and Glory”: Als Hausarzt in Großbritannien

Ein kleiner Überblick über das britische Gesundheitssystem, den ich für die Zeitschrift für Allgemeinmedizin geschrieben habe (leider

Das britische Primärarztsystem verändert sich derzeit. Nach wie vor gibt es gewaltige Unterschiede zum deutschen Gesundheitswesen. Im April 2004 ist ein neuer Rahmenvertrag in Kraft getreten, der die Aufgaben und die Vergütung von Hausärzten neu regelt. Auûerdem sind von 2005 an alle Ärzte verpflichtet, sich regelmäûig fortzubilden, die eigene kontinuierliche Weiterentwicklung mit einem Mentor zu besprechen und dies zu dokumentieren.