Septemberreise, Tag 28

Längst bin ich wieder zu Hause.
Ist die Reise schon zu Ende? Wann beginnt eine Reise, wann endet sie und wann beginnt die nächste Reise?
Was die Reisegeschichten angeht: die gibt es jetzt auch auf:
www.b-reisender.de,
da entsteht ein neuer Reiseblog, und auch über die Septemberreise wird berichtet – ausführlicher als hier, und vor allem verrate ich auch, wo ich gewesen bin.
Zur Zeit ist alles noch Work in Progress – es lohnt sich, öfters mal vorbei zu schauen!

Septemberreise – Tag 1

Ein kühler Morgen dämmert herauf. Es ist nicht mehr Sommer und noch nicht Herbst. Feierlich stille Straßen, am Bahnhof ein bisschen Leben, die Bäckerei ist geöffnet, es gibt Kaffee und Brezeln. Der Regionalzug steht schon bereit und zockelt pünktlich los. Nebelfetzen über den Wiesen. Umsteigen in der großen Stadt in den Zug, der uns auf die andere Seite der Berge bringen wird. Der Zug ist brechend voll, Reisende granteln einander an, schieben voluminöse Koffer durch die Gänge und streiten darüber, wer wem aus dem Weg zu gehen hat. Es geht los. Draußen Nieselregen. Pfützen auf den Wiesen. Dramatisch dunkle Wolken und Nebelfetzen, die durch die Täler wabern. An der Grenze steigt die Schulklasse aus, von hier an wird es allmählich leerer. Der Zug schraubt sich die Berge hinauf und wieder hinunter und auf der anderen Seite zeigt sich gelegentlich die Sonne.
Ankommen, Aussteigen, Hotel finden, und los, die Stadt erkunden. Auf der Piazza nieselregnet es wieder. Aber es ist ein freundlicher, warmer Sommernieselregen.

Die Sonne geht aus

…nur für ein paar Minuten und überwiegend in Amerika. Nein, weder amerikanische noch nordkoreanische Politiker sind schuld und wer es nicht geschafft hat, rechtzeitig über den Atlantik zu jetten, kann sich die Sache im Netz als Lifestream anschauen.
Ich finde Sonnen- und Mondfinsternisse ja immer wieder faszinierend. Dass die Geschichte von Ben Whitcombe mit einer Sonnenfinsternis beginnt, erwähnte ich ja schon….

Heute ist B-Day!

Alljährlich feiert man in Dublin den Bloomsday: den weltweit einzigen Feiertag, der einem Buch gewidmet ist. Am 16. Juli 1904 streift Leopold Bloom, der Protagonist von James Joyce’s „Ulysses‟ durch Dublin und durchlebt seine persönliche Odyssee – zumindest im Buch.
Natürlich hat es Leopold Blum niemals gegeben. Dennoch gibt es jedes Jahr zahlreiche Fans, die auf seinen Spuren wandeln.
Heute vor neun Jahren, am ersten August 2008, machte sich Ben Whitcombe in Budapest auf die Reise, die ihn zunächst nach Cornwall und viele Jahre später dann in ein Buch führte….
…auch wenn, zugegebenermaßen, Leopold Blum ein bisschen bekannter ist.