Rezension: Mira Bluhm – „Aufbruch zum Yukon“

Anno 1897: das Gerücht von sagenhaften Goldfunden in Alaska verbreitet sich in Windeseile. Zwei junge Männer machen sich von New York aus auf, um ihren Traum von schnellem Reichtum wahr werden zu lassen. Unterwegs finden sie einen geheimnisvollen Freund, treffen einen üblen Fiesling und retten eine hübsche junge Frau von einem sinkenden Schiff.
So weit, so gut. Wenn man reine Unterhaltung sucht, und nicht mehr und nicht weniger, dann ist man mit diesem Ebook vielleicht ganz gut bedient. Darüber hinaus darf man aber keine höheren Ansprüche haben.
Wer ein Buch über den Goldrausch in Alaska schreibt, muss es sich gefallen lassen, mit Jack London verglichen zu werden. Diesem Vergleich hält Mira Blues „Aufbruch zum Yukon“ leider nicht stand. Die historischen und geographischen Fakten wurden zwar recherchiert, aber trotzdem wirken viele Handlungsabläufe unglaubwürdig und vor allem nicht authentisch. Die Charaktere sind stereotyp, der Plot bietet zwar einige Wendungen, aber keine großartigen Überraschungen. Was mich aber vor allem stört, ist die viel zu moderne Sprache und vor allem die Inkonsistenz. Mal wird versucht, den Sprachstil des ausgehenden 19. Jahrhunderts zu imitieren („Ich bin ein Mann des Gesetzes“), kurz darauf fallen dann Sätze, die in die Umgangssprache unserer Zeit gehören.
Dennoch: ich habe es nicht ohne Spannung gelesen.
Es sind übrigens weitere Fortsetzungen geplant
Mira Bluhm: Aufbruch zum Yukon
Kindle Edition
Dateigröße: 956 KB / 138 Seiten
BookRix, Mai 2017
Sprache: Deutsch
ASIN: B072PTMTFB
€ 0,99

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