Eine Art Rezension: „Tote Unschuld“ von Martin Barkawitz

Zugegebenermaßen: ich war überrascht. Nicht über das Buch, sondern über den Autor, nachdem ich ihn gegoogelt habe.
Aber fangen wir von vorne an: Den oben genannten Titel habe ich gefunden, nachdem ich – ganz Schwabe – nach kostenlosen Ebooks gesucht habe. Es ist ein netter Krimi mit einer Story, wie man sie in einem Krimi erwartet: Im Vorspann wird die Leiche totgemacht und dann kümmert sich eine sympathische Kommissarin darum, den Täter aufzuspüren und dingfest zu machen. Der Plot ist gradlinig, handwerklich ordentlich gemacht, bietet aber leider wenig Überraschung – ziemlich bald taucht ein fieser Bösewicht auf und… nein, natürlich will ich nicht zu viel verraten.
Das Schöne an dem Buch ist das Hamburger Lokalkolorit. Das wirkt allerdings seltsam blass: ein bisschen so, als habe jemand, der sich mal eben kurz als Tourist in der Stadt aufgehalten hat schnell all seine Eindrücke verarbeiten wollen. Ein bisschen wie ein Reiseführer: jeder Stadtteil, jede Sehenswürdigkeit muss noch schnell mit hineingenommen werden.
Da das Buch auf Bookrix erschienen ist, bin ich davon ausgegangen, dass es sich um das Werk eines ambitionierten SP- bzw. Indie-Autors handelt und war um so erstaunter, als ich herausfand, dass der Autor seit vielen Jahren im Geschäft und bekannt ist als Verfasser von Jerry-Cotton-Heftchen.
Gelernte Lektion: Auch Profis nutzen Seif-Publishing-Platformen. Und ab und zu kriegt man auch etwas geschenkt…

Martin Barkawitz: „Tote Unschuld“
Kindle Edition, Bookrix
Print-Ausgabe: 106 Seiten
ASIN: B01A7AONTG
0,00 €

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