Rezension: „Anders als erwartet “ von Alexandra Gaida-Steingaß

Nein, leichte Lektüre ist es nicht.
Es geht um Eltern und kleine Kinder. Und um Krankheit, Tod, Trennung, Krieg, Flucht und Vertreibung. Und immer wieder um Krankheit. Um Menschen, die sich auf die Geburt ihres Kindes freuen, und dann vom Schicksal auf eine Art und Weise überrascht werden, mit der sie nicht gerechnet hatten.
Alexandra Gaida-Steingaß hat zwölf Inverviews mit Müttern und Vätern geführt, jedes ist anders, und gemeinsam ist ihnen, dass die frischgebackenen Eltern plötzlich mit einer gewaltigen Herausforderung konfrontiert werden. Da ist die junge Mutter, die nach einem Schlaganfall plötzlich ins Wachkoma fällt und von ihrem Ehemann und den Kindern liebevoll umsorgt wird. Oder der Bundeswehrsoldat, der mit einer posttraumatischen Belastungsstörung aus einem Afghanistan-Einsatz zurückkehrt. Eltern, die ihr Kind schon nach wenigen Wochen wieder verloren haben. Kinder, die ein Elternteil verlieren – durch Tod oder durch Trennung.
Und doch hat jeder dieser Betroffenen einen Weg gefunden, mit mit Situation umzugehen. Nicht immer ist es ein Happy-End, aber keiner der Interviewpartner klingt hoffnungslos.
Alles in allem ein ergreifendes Buch: ein Buch, das nachdenklich macht.

„Anders als erwartet –
Von besonderen Herausforderungen in der frühen Familienphase“
Alexandra Gaida-Steingaß
Verlag Accepta Kommunikation
ISBN: 978-3-9815651-2-6
245 Seiten, gebunden, 24 Euro, 12 Abbildungen

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