Selfpublishing – was ist das?

Wenn man ein Buch geschrieben hat und damit fertig ist, dann sucht man sich einen Verlag. Der Verlag kümmert sich dann darum, dass das Manuskript gedruckt und verkauft wird während der Autor fleißig an seinem nächsten Werk arbeitet.
Autoren, deren Bücher nicht gut genug sind, finden keinen Verlag. Und weil die Konkurrenz groß ist, muss man als Neuling schon ziemlich gut sein, um einen Verlag zu finden. Nur die Besten kommen durch – und all die anderen armen Gestalten können und ihr Geschriebenes selbst herausbringen, wenn sie ihre Eitelkeit befriedigen können. Das ist das gängige Vorurteil.
Nun ist aber heutzutage Manches nicht mehr so, wie es vor fünfzig oder hundert Jahren war.
Seitdem es das Internet gibt, hat jeder Mensch die Möglichkeit, sich mit geringem Aufwand sein eigenes Sprachrohr zu basteln. Und wenn er etwas interessantes zu erzählen hat, dann hören ihm die Leute auch zu. Oft hören sie einem auch zu, wenn man nichts interessantes zu erzählen hat und manchmal hören sie auch nicht zu, obwohl man furchtbar spannende Geschichten auf Lager hat… es ist einfach nichts mehr, wie es war.
Sein eigenes Buch herauszubringen, ist einfach geworden. Es kostet nicht mehr als ein paar Klicks und dann vielleicht noch maximal den Gegenwert einer Pizza bei einem mittelmäßigen Restaurant. Wenn man Glück hat, wird das Buch zum Bestseller, ganz ohne Verlag. Dazu muss man allerdings zugegebenermaßen schon sehr viel Glück haben.
Tatsache ist, dass die Grenzen verwischen: viele selbstverlegte Bücher sind mindestens so erfolgreich wie Bücher, die in einem kleinen Verlag herausgebracht wurden und hinter manch einem kleinen Verlag verbringt sich nicht mehr als ein sehr selbstbewusster Selfpublisher…

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