Degam-Kongress Dresden: eine Nachlese

Jetzt ist es schon eine Woche her, seitdem der 44. Degam-Kongress in Dresden zu Ende gegangen ist und längst dürfte bei den meisten Teilnehmern der Alltag wieder Einzug gehalten haben. Trotzdem möchte ich es nicht versäumen, noch einmal den Referenten und allen Anderen, Gelingen dieser Tagung beteiligt waren meinen ganz herzlichen Dank und ein großes Lob auszusprechen: Es hat Spaß gemacht. Und das lag nicht nur an dem herrlich-goldenen Spätsommerwetter.
Was waren die Highlights?

  • Prof. Michael Kochen aus Göttingen sprach in einer ergreifenden Key-Note am Donnerstag über das Un-Heil in Gestalt von Korruption und den korrumpierenden Einfluss der Pharma-Industrie auf den hausärztlichen Alltag
  • Jouke van den Zee vom niederländischen NIVEL-Institut verglich die hausärtzlichen Versorgungssysteme mehrerer europäischer Länder und räumte mit dem Mythos auf, dass deutsche Hausärzte kurz vor dem Verhungern stünden (gleichwohl räumte er ein, dass es ihm extrem schwer gefallen war, Details über die tatsächliche Vergütung der deutschen Ärzte herauszufinden).
  • Jürgen Windeler gab auf der Podiumsdiskussion am Donnerstag Anlass zur Hoffnung, dass das IQWiG auch unter der neuen Leitung weiterhin für kritische evidenzbasierte Arzneimittelprüfungen steht, auch wenn bei Hausärzten noch viel Überzeugungsarbeit zu leisten ist
  • Gesellschaftlicher Höhepunkt war der gelungene Festabend im Hygienemuseum mit vielfältig- abwechslungsreichem Programm (einziger Kritikpunkt: viel zu wenig vegetarische Speisen am Buffet)

….in diesem Sinne freue ich mich auf ein Wiedersehen in Salzburg im nächsten Jahr!